(CS) Als erwartet schwerer Gegner stellte sich die Victoria aus Lauenau am vergangen Sonntag dar, die dem SVD eine empfindliche Niederlage beibrachte und die Hoffnung auf eine Vorentscheidung im Abstiegskampf zerplatzen ließ. Mit viel Selbstbewusstsein gingen die Auhäger in Partie und konnten auch den wiedergenesenen Maik Brandes zurück begrüßen.

Einwechselspieler Benndorf, Mensching, Nerge
Nachdem der insgesamt umsichtige Unparteiische die Partie angepfiffen hatte, war aber schlichtweg nichts mehr davon zu spüren. Lauenau schnürte den SVD von der ersten Minute an in der eigenen Hälfte ein. Ballführende Auhäger Spieler wurden sofort gedoppelt und die Deisterkicker verstanden es blitzschnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten. Der SVD fand nicht ins Spiel und tat es auch in der weiteren Partie allenfalls in Ansätzen.
Aus der Feldüberlegenheit und dem effektiv betriebenen Forechecking ergab sich dann das 1:0 für die Gastgeber. Rechtsaußen Marvin Wolter ging wenige Meter hinter der eigenen Strafraumecke ohne Absicherung in einen Zweikampf mit zwei attackierenden Lauenauern und verlor diesen. Der Stürmer der Gastgeber nahm sofort Tempo auf und verwandelte unbedrängt und abgeklärt in die linke kurze Ecke – Keeper Hermann war chancenlos.
Ein „Hallo-wach!“-Effekt wollte sich nicht einstellen, Auhagen war auch in der Folge immer ein Schritt zu spät, gepaart mit leichtfertigen Abspielfehlern und durchschaubarem Spielaufbau. Ein schlecht verteidigter Eckball lieferte das 2:0 in der 31. Minute und nur sieben Minuten später ein „Abziehbild“ des 1:0 die verdiente 3:0 Führung. Keeper Hermann warf den bedrängten Marvin Wolter an der Strafraumecke an, der erneut ohne wirkliche Abspielmöglichkeit versuchte, die Situation mit einem Dribbling zu lösen. Wolter blieb erneut nur zweiter Sieger, der Lauenauer Stürmer schloss wiederum in der kurzen linken Ecke ab – Déjà-vu.

Der chancenlose Keeper Hermann
Teamleiter Sassenberg beorderte sein Team zur Halbzeit in die entfernt gelegene Kabine, es gab anscheinend längeren „Gesprächsbedarf“ – der Gastgeber musste lange auf dem Feld warten, bis die Schwarz-Weißen zur zweiten Hälfte herauskamen. Die Hoffnung währte nicht lange, dass der SVD doch noch versuchen sollte, die Partie zu drehen. Bereits in der 51. Minute war auch dem optimistischstem Auhäger Anhänger klar, dass die Partie nicht mehr zu gewinnen war, zirka 20 von ihnen waren angereist. Völlig freistehend in der Strafraummitte konnte sich Lauenau die Ecke aussuchen – 4:0. Pascal Schreiber vergab zur Krönung der klaren Auswärtsniederlage noch einen Elfmeter, Steven Wullkop war es dann vorbehalten aus spitzen Winkel den „Ehrentreffer“ zum 4:1 in der 89. Minute zu erzielen. Lauenau antwortete postwendend mit dem 5:1.
Dem SVD wurden von den jungen, engagierten Deisterkickern klar die Grenzen aufgezeigt. Der zu erkennende Aufwärtstrend der Faulhaber/Sassenberg-Truppe ist erst einmal wieder gestoppt, die Luft im Abstiegskampf ist merklich dünner geworden. Eine klare Entscheidung über den Klassenerhalt wird definitiv nicht vor dem letzten Spieltag entschieden.
Als wäre dies alles nicht schlimm genug wurde der Beckedorfer SV am Nachmittag noch mit drei Punkten und 5:0 Toren „beschenkt“. Der Nachbar aus Lindhorst trat die Partie gar nicht erst an. In Anbetracht der Tatsache, dass beide Vereine im Jugenbereich kooperieren hat der Nichtantritt definitiv ein „Geschmäckle“. Es wäre ein Unding, wenn Abstieg und Klassenerhalt über eine solche „Wertung“ entschieden würden. Nichtsdestotrotz muss sich der SVD klar steigern, und dies in allen Mannschaftsteilen. Nächsten Sonntag steigt das letzte Heimspiel der Saison gegen den viertplatzierten TuS Schwarz-Weiß Enzen, der noch um den Aufstieg kämpft. Das Saisonfinale steigt dann beim Tabellendritten Südhorsten. Es bleibt die Hoffnung nicht noch nach dem letzten Saisonspiel auf die Mannschaften im Bezirk schauen zu müssen. Der Glaube daran fällt aber schwer.
Aufstellung: St. Hermann – P. Jülke, S. Nerge, S. Kleinschmidt – M. Wolter, M. Brandes, H. Hinse, S. Hinse, C. Hinse – P.Schreiber, N. Tréboute ( Reserve: S. Wullkop, D. Mensching, S. Hohmeier, R. Karabela, A. Benndorf)
Spieltag/Tabelle
Restprogamm/e
Torjäger