Sep 23, 2011 - Spielbericht    No Comments

TuS Niedernwöhren – SVD 5:1 (0:0)

(CS) Nach der Niederlage in Todemann stand für den SVD am Donnerstag Abend unter Flutlicht nominell ein Gegner auf Augenhöhe an. Die Drittvertretung des TuS Niedernwöhren konnte als ambitionierter Aufsteiger gerade einmal vier Punkte mehr als der Sportverein verbuchen und sucht ebenfalls nach seiner Form. Wie der SVD ging auch der TuS mit dünnem Kader in die Partie.

Die Auhäger Betreuung musste erneut umstellen. Einige Stammkräfte waren gegenüber dem Todenmann-Spiel zwar wieder verfügbar, Mittelfeld-Ass Dennis Jülke war allerdings beruflich verhindert, Ronny Meier und Hendrik Vogt werden wegen Knieverletzungen wohl länger nicht zur Verfügung stehen. Die Erkältungswelle innerhalb des Kaders zieht inzwischen weite Kreise. Nichtsdestotrotz ging die Mannschaft offensiv eingestellt in die Partie, Steven Wullkop stürmte erstmals von Beginn an der Seite von Sören Hermann. Routinier Jörg Hasemann nahm die Position im defensiven Mittelfeld auf der “Sechs” ein, die er in den Pokalspielen bereits erfolgreich besetzte.

Auhagen vor der guten ersten Hälfte

 

Die Partie begann dynamisch – der Gastgeber versuchte von Beginn an Akzente zu setzten und dem SVD seine Favoritenrolle aufzuzwingen. Verstärkt durch Spieler der Zweiten und Ersten Mannschaft, auch der Spielertrainer  des Bezirksligaabsteigers ließ es sich nicht nehmen in der Partie von Anfang an mitzuwirken, versuchte die Heimelf den Gast zu beindrucken. Auhagen konnte das Spiel schnell kontrollieren und die Startphase schadlos überstehen. Niedernwöhren war  lediglich bei Standards gefährlich, Auhagen offenbarte hier die bekannten Schwächen im Spiel in der Luft. Im weiteren Spielverlauf konnte dann aber auch der Gast Akzente setzten. Matthias Düllmann, Nico Tréboute, Sören Hermann und Steven Wullkop konnten sich in Szene setzten, der unbedingte Zug zum Tor verhinderte aber einen möglichen Torerfolg. Die inzwischen teils pomadig wirkenden Gastgeber verloren mehr und mehr Spielanteile. Die Partie bewegte sich auf Augenhöhe. In der Phase vor der Halbzeit bestimmt der SVD mehr und mehr das Spiel und konnte Niedernwöhren in seiner Hälfte binden. Ohne Tor ging das Spiel in die Halbzeitpause.

In Halbzeit zwei kam dann das leider bekannte Verhaltenmuster der Mannschaft des SVD zum Vorschein: Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Niedernwöhren den Treffer zur Führung. Nach einer Hereingabe über halbrechts konnte der TuS nahezu ungehindert zum 1:0 einschieben und in Führung gehen. Wieder einmal kam Auhagen nicht konzentriert aus der Kabine und brachte sich leichtfertig ins Hintertreffen. Die Mannschaft konnte sich zwar fangen und teilweise an die erste Halbzeit anknüpfen – in der 63. Minute dann aber ein weiterer unnötiger Ballverlust in der Vorwärtsbewegung die den TuS in eine drei gegen eins Überzahl brachte und zur 2:0 Führung nutzen konnte. Minute 75 brachte einen weiteren Blackout der SVD-Defensive hervor, die Niedernwöhren zum 3:0 verwertete und die Abwehrarbeit der Auhäger teilnahmslos aussehen ließ. Die 81. Minute nutzten die Kanalkicker zum 4:0 – eine halbhohe Flanke konnte Lars Reuter volley ins Auhäger Gehäuse bugsieren. Vier Minuten später ein Lichtblick: Der eingewechselte Youngster Daniel Hoppe konnte, nach schöner Vorarbeit von Marvin Wolter, den 5:1 Anschlußtreffer markieren. Nur zwei Minuten später drang der TuS nach einem Freistoß im Mittelkreis unbedrängt in den Strafraum ein und erzielte den Endstand zum 5:1.

Wieder mal geht die Mannschaft in einer Halbzeit regelrecht “unter” und schenkt sich quasi her. Natürlich ist das Lehrgeld, dass die  junge Mannschaft derzeit Zahlen muss, zweifelsohne zu hoch. Es bleibt zu hoffen, dass es gut investiert ist und die Geduld der Spieler, Übungsleiter und vorallem die der zahlreich mitreisenden Zuschauer  weiterhin unerschütterlich bleibt.

Am kommenden Donnerstag tritt die Mannschaft beim noch punktlosen SV Engern an – das Spiel hat nunmehr den Status eines Sechs-Punkte-Spiels inne. Es bleibt zu hoffen, dass die Faulhaber/Sassenberg-Elf die Nerven behält und sich vom Abstiegsstrudel ein Stück weit freischwimmen kann.

Aufstellung: St. Hermann – P. Jülke, S. Nerge, S. Faulhaber – D. Mensching, J. Hasemann, M. Düllmann (C), M. Wolter, N. Tréboute – S. Wullkop, S. Hermann (Reserve: D. Hoppe, A. Benndorf)

 Tabelle/Spieltag

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