(CS) Nach dem Sieg gegen den TuS Jahn Lindhorst reiste der SVD zum Absteigskonkurrenten Beckedorfer SV. Die Beckedorfer sind in den letzten beiden Spielen nicht angetreten – die Zwangsabmeldung drohte. Für das “Sechs-Punkte-Spiel” konnten die rot-schwarzen aber doch einen kompletten Kader aufbieten – Faulhaber/Sassenberg musste drei Altherren berufen und zudem auf diversen Positionen umbauen.

Kapitän M. Düllmann u. D. Mensching
Das Spiel begann verhalten, beide Teams neutralisierten sich und waren nicht bereit entscheidend Initiative zu ergreifen. Das Tempo wurde auf beiden Seiten regelrecht verschleppt, die Teams zeigten warum sie ihre jeweiligen Tabellenplätze innehaben. In der 23. Minute musste der SVD dann nochmals umbauen. Stürmer Pascal Schreiber war doch nicht fitgeworden und musste durch Routinier Siggi Faulhaber ersetzt werden. Nur vier Minuten später dann eine unkonzentrierte Abwehraktion der Auhäger. Ein zuerst harmloser Angriff konnte nicht geklärt werden und schlug leicht abgefälscht im Kasten von Keeper Schrage ein. Der SVD ließ sich durch den Rückstand nicht aufwecken und kam noch immer nicht richtig ins Spiel – der große Platz tat sein Übriges, der Mannschaft fehlte die erforderliche Kompaktheit um auf dem fremden Geläuf spielerische Akzente zu setzten. Die Teams gingen beim Stand von 1:0 in die Pause.

Beckedorfer Freistoß in der 38. Minute
Gleich zu Beginn der zeiten Halbzeit drehte der SVD endlich auf. Mit druckvollen Spielzügen wurden die Beckedorfer unter Druck gesetzt und in der Konsequenz erzielte Daniel Mensching, eingesetzt von Sacha Nerge, den 1:1 Ausgleich. Es schien als hätten die Betreuer die Mannschaft in der Kabine aufgeweckt. Leider folgte in Minute 55 die erneute Führung für den BSV. Ein offensiver Mittelfeldspieler konnte sich durch das defensive Mittelfeld, sowie die komplette Abwehr des SVD tanken und erzielte nahezu ungehindert das 2:1. Ein völlig überflüssiger Treffer, der Auhagen aus dem Spielfluß brachte. Beckedorf hatte dem Auhäger Druck zuvor nichts entgegenzusetzten und nahm nach nur einer guten Aktion das Heft wieder in die Hand.
Auhagen bemühte sich zwar mehr als in der ersten Halbzeit, Beckedorf verstand es aber die Gäste zu beschäftigen und lediglich Angriffsbemühungen bis zum 16-Meter-Raum zuzulassen. Der BSV agierte einfach cleverer, trotz des hohen Durchschnittsalters der Mannschaft. Wie auch in den Spielen zuvor wurde “Lehrgeld” gefordert.
In der Schlußphase gab es dann zwei Aufreger: Ein kompromissloses Einsteigen gegen Maik Brandes wurde nicht mal geahndet, der in die Spitze beorderte Daniel Mensching wurde elfmeterreif im Strafraum zu Fall gebracht. Der Hagenburger Schiedsrichter agierte mehr als unglücklich und schickte Siggi Faulhaber in der 83. Minute auch noch glatt Rot nach einem Allerweltsfoul vom Platz. Beckedorf erzielte zwei Minuten später das 3:1 – zu diesem Zeitpunkt spielte der SVD schon “Alles-oder-Nichts”. Innenverteidiger Daniel Hoppe hatte drei Gegenspieler gegen sich und zusammen mit Keeper Schrage das Nachsehen.
Auhagen wurde wiederum von über zwanzig Zuschauern begleitet, was in der Liga nahezu einmalig ist. Trotzdem war das Spiel ein Rückschlag auf ganzer Linie – nichts von dem Enthusiasmus aus dem Lindhorstspiel war wiederzuerkennen. Der Kader musste erneut komplett umgebaut werden – Kontinuität ist mehr als fern. Keimte in der letzten Woche noch Selbstbewußtsein und der Glaube an die eigene Stärke auf, so muss dies wohl komplett revidiert werden. Auch den letzten Zweiflern sollte klar sein, dass der Abstiegskampf nicht mehr abzuwenden ist – die Mannschaft muss ihn jetzt annehmen.
Aufstellung: W. Schrage – P. Jülke, S. Nerge, D. Hoppe – D. Mensching, B. Mensching, M. Düllmann (C), M. Brandes, D. Jülke – P. Schreiber, S. Wullkop (Reserve: St. Hermann, F. Grimpe, S. Faulhaber)
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